Fünf Steirer - Cruising the Shannon

Logbuch Mai 2005

Montag, 23. Mai 2005

8.00

Regen! Seppi bunkert Wasser (sicher schon seit Stunden), somanchen plagt eine leichte After-Party-Flaute. Unser heutiges Ziel: Belturbet. Die Fahrt ist wieder wunderschön, zwischendurch immer wieder amtlicher Regen!!! Feuertaufe für Leichtmatrosen Matschmann: er darf kurz ans Ruder und macht sich fast ins Hemd, obwohl er recht ordentlich steuert. Seppi verliebt sich unterwegs in den romantischen Crichton Tower und wir ernennen ihn zum siebenten Earl of Erne (vulgo Earl of Mumpitz).

10.00

So etwas haben wir auch noch nie gesehen: mitten im Wasser stehend weisen uns aufmerksame Schilder den richtigen Weg. Wir sind am malerischen Woodford River bis Crom Castle unterwegs. Am dortigen Anleger machen wir eine kleine Pause. Bei steifer Brise gibt's Kaffee und Pfefferwurz (kleine, sehr scharfe Würstchen vom heimischen Würstelgiesser). Dann geht es weiter über Innishfendra nach Belturbet. Unsere beiden Fischer (Toni und Tom) frohlocken, denn hier soll es endlich ordentliche Fischgründe geben - leider nichts als ein Gerücht, denn in Wahrheit ist der River Ere nicht fischreich, sonder fischlos.

15.30

Elegantes, wenngleich vom Captein selbst äußerst kritisch betrachtetes, Anlegemanöver. Sanfte Regenpause, netter Hafen, nettes Städtchen. Wir shoppen ein wenig, wollen eigentlich zurück an Board und kehren dann doch bei "John Power" ein. Dort unterhalten wir uns mit einem pensionierten irischen Schlagzeuger, der einst sein Herz in und an Wien verloren hat... Das dauert dann bis etwa 23.05 Uhr. Onkel Seppi kauft noch eine Flasche Paddy für zu Hause. Spät heimgekehrt öffnet der Smutje Tom doch noch mal die Kombüse (- Sepp öffnet derweil den Paddy -) und verwöhnt uns mit köstlicher Pasta.


An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass diese Reise nicht nur der Schifffahrt, sondern heuer ganz ausdrücklich auch der kulinarischen Erforschung Irlands gewidmet ist. In fast allen Reiseberichten wird immer wieder auf die gute irische Küche hingewiesen. Da wir letztes Jahr kein einziges Mal in einem Restaurant gegessen haben, ist auf diesem Gebiet einiges aufzuholen. Außerdem soll Tommi ein wenig entlastet werden, er hat ja auch Urlaub und soll genug Zeit zum Fischen haben!

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